FFW – Filz Innovationen seit 1783



FFW – Spezialfilze aus Sachsen



FFW – Filz Innovationen seit 1783



FFW – Spezialfilze aus Sachsen






Firmengeschichte

Die Filzfabrik Wurzen GmbH ist weltweit einer der traditionsreichsten und ältesten industriellen Hersteller von klassischem Wollfilz. Unsere Erfahrung reicht bis in das Jahr 1783 zurück, als J. D. Weickert sein Unternehmen in Leipzig gründete.

Mit Wurzen in Sachsen verbinden Kunden Filzprodukte höchster Qualität und Feinheit. Insbesondere KlavierbauerInnen schätzen unsere Spezialfilze, die als Hammerköpfe oder als Dämpfer in Klavieren und Flügeln weltweit verwendet werden.

  • Gründung

    Der Unternehmer Johann Dankegott Weickert legte den Grundstein mit einer Werkstatt für optische Instrumente und Geräte in Leipzig. Sein Sohn und Nachfolger August Moritz Weickert erweiterte die Firma zum Großhandel mit Werkzeugen und Eisenwaren von ansehnlicher Größe.

    1783

  • Die Erfindung und Weiterentwicklung des Hammerklaviers waren für den Werdegang der Firma von immenser Bedeutung. Nachdem sich herausstellte, dass Filz hervorragend zur Klangerzeugung geeignet ist, begann die Entwicklung von Hammerkopffilzen.

    Ende 18. Jahrhundert

  • Entwicklung des Hammerkopffilzes

    Im Jahre 1847 gelang es Friedrich Wilhelm Patzschke, der gemeinsam mit seinem Sohn Carl Wilhelm Patzschke einen kleinen Wollhandel in Leipzig betrieb, erstmals in Deutschland einen brauchbaren Pianofortefilz herzustellen, der den Lederbezug früherer Hammerköpfe ersetzen konnte.

    1847

  • Industrielle Fertigung

    Um eine industrielle Produktion starten zu können, besprachen die Herren Patzschke mit August Moritz Weickert die Finanzierung, um den guten und wachsenden Absatz bei den ansässigen Klaviermachern zu sichern und weiterzuentwickeln. 

    Unter Verantwortung und auf Rechnung der Fa. Weickert wurde das Projekt Herstellung von Pianofortefilz begonnen. Carl Wilhelm Patzschke leitete die Fabrikation als sachkundiger Direktor.

    1847

  • Erste Schritte

    In gemieteten Räumen in Werdau begann die Fertigung. Doch unsauberes Wasser und verrußte Luft waren nicht förderlich bei der Herstellung von weißem Filz. Man suchte nach neuen Möglichkeiten.

    1848

  • Umzug in die Golzernmühle bei Grimma

    Die nicht hochwassersicheren Räume auf einer Insel in der Mulde erwiesen sich schon frühzeitig als zu klein. Durch weiter steigende Nachfrage wurde ein Grundstück am Mühlgraben in Wurzen erworben.

    1850

  • Medaillen und Auszeichnungen unter anderem bei der Industrieausstellung 1850 in Leipzig oder den Weltausstellungen 1851 in London und 1867 in Paris machten das Unternehmen weltweit bekannt.

    Auch Besuche sächsischer Könige in Golzern und später in Wurzen werden als Auszeichnung gewertet.

    1850-1867

  • Umzug nach Wurzen

    1861 zog das Unternehmen nach Wurzen, wo neue Gebäude und neue Produktionshallen entstanden, um die Produktionskapazitäten weiter deutlich zu erhöhen. So entstanden Gebäude für die Verwaltung und ein Heizhaus mit Dampfmaschine zum Betreiben verschiedener Walk- und Filzmaschinen.

    1861-1881

  • In den Jahren 1883/84 wurde auf dem Betriebsgelände eine Villa errichtet. 3 Generationen der Familie Patzschke wohnten und leiteten die Filzfabrik von dort. 

    (Hier sehen Sie ein Bild von der Villa, wie sie heutzutage aussieht.)

    1883 / 1884

  • In Wurzen wird mittlerweile jährlich Filz für ca. 200.000 Flügel und Klaviere gefertigt. Bedeutende Absatzgebiete in dieser Zeit waren die USA, vor allem Steinway New York, Frankreich, England, Schweden, Italien, Dänemark und Russland. 

    1903

  • Ausbau Produktprogramm

    Das Sortiment der J.D.Weickert Filzfabrik wurde kontinuierlich um neue technische Filze erweitert. So kamen zu den Pianofilzen auch endlose Filze für die Papierindustrie (Filzmanchon), Schleif- und Polierfilze und weitere Spezialfilze hinzu.
    Zählte das Unternehmen um 1889 85 MitarbeiterInnen, so waren es im Jahr 1925 stolze 350.

    1900-1918

  • Die Filzfabrik wurde infolge der Weltwirtschaftskrise in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

    1929

  • Die Luftaufnahme zeigt die Filzfabrik, wie sie zu ihrem 150-jährigen Jubiläum aussieht.

    1933

  • Politische Wechsel

    1951 wurde der Betrieb unter Treuhandverwaltung gestellt und
    letztendlich verstaatlicht. Es entstand der VEB Filzfabrik Wurzen.

    1951

  • Wurzen wurde 1975 Hauptsitz der VEB Technische Filze, einer Vereinigung von zwölf Filz- und Filzwarenfabriken, die sich auf dem Gebiet der damaligen DDR befanden. Obwohl kaum Mittel für Investitionen zur Verfügung standen, wurde die Produktionsmenge kontinuierlich gesteigert, um die gesamte ostdeutsche Industrie mit technischen Filzen zu versorgen und um den Export nach Osteuropa anzuregen.

    1975

  • Mit dem Zusammenbruch des politischen Systems der DDR kam der VEB 1990 wieder unter staatliche Treuhandverwaltung.

    1990

  • Nach der deutschen Wiedervereinigung erwarb die Familie Brand im Einvernehmen mit den Erben der Familie Weickert die Fabrik am Standort Wurzen von der Treuhandgesellschaft. Umfangreiche Investitionen wurden durchgeführt, um die Fabrik wettbewerbsfähig aufzustellen.

    Im Vordergrund standen Steigerung der Qualität, Wiederaufnahme der Produktion von Spezialfilzen und Herstellung kundenorientierter Produkte. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim „Neuanfang“ betrug 30 und der Klavierfilz sollte wieder Aushängeschild des Unternehmens werden.

    1991

  • Nachdem Hammerkopfhersteller und Klavierbauer mit dem Wunsch nach dem „alten“ Wurzen-Filz anfragten, stellte die Filzfabrik Wurzen GmbH erste Prototypen von Hammerkopffilz auf der Musikmesse Frankfurt vor. Es folgten erste Bestellungen aus Deutschland und Europa.

    1992

  • Bei wachsendem Absatz werden auch ausländische Kunden aus Fernost (Japan und Korea) auf Hammerkopffilz aus Wurzen aufmerksam und beginnen damit zu testen. Ab 2000 wird auch nach China exportiert.

    1995-2000

  • Die Absatzmengen beim Hammerkopffilz stiegen kontinuierlich, während sich die Pianoproduktion mehr und mehr nach Asien und insbesondere nach China verlagerte.

    Anfang 21. Jahrhundert

  • Aufgrund immer weiter steigender Nachfrage für Hammerkopffilz erhöhte die Filzfabrik Wurzen GmbH ihre Kapazität durch den Ausbau der Produktionsanlagen.

    2009 / 2010

  • Mit Entwicklung und Einführung der Filzqualität „Weickert Spezial“ schloss sich ein Kreis zu den Unternehmensanfängen der J. D. Weickert Pianoforte Filzfabrik. Auch die Weiterentwicklung aller Qualitäten nach Anforderungen und Kundenwünschen wurde vorangetrieben.

    2010

  • Die Filzherstellung im Bereich Hammerkopffilz erreichte das Niveau von 1903! Aktuell werden jährlich Filztafeln für über 200.000 Flügel und Klaviere in Wurzen produziert.

    Heutzutage ist der Wurzener Hammerkopffilz wieder in der ganzen Welt bekannt. Wurzen-Filz, FFW-Filz oder auch Weickert-Filz sind Kunden und Fachleuten weltweit ein Begriff. 

    2019

  • 30 Jahre nach der Reprivatisierung durch die Familie Brand stellen 150 MitarbeiterInnen verschiedenste Spezialprodukte her, welche in beinahe allen Industrien und Branchen zum Einsatz kommen. Die Filzfabrik Wurzen GmbH liefert ihre Produkte weltweit und hat erfolgreich an frühere Traditionen und Erfolge angeknüpft.

    Wir freuen uns darauf, neue Kapitel in unser langes Geschichtsbuch zu schreiben.

    2021